

In Scharen strömen sie herbei.
Ob wohl noch ein Plätzchen frei?
Schleppen Schirm, Bier, Liegestühle
dass am Strand man wohl sich fühle.
Doch ach, herrjeh, was ist das bloss?
Kein Flecklein mehr, das noch nicht gross
von Mann Weib Kind halb nackten schon
besetzt wär, deutlich, wie zum Hohn
auf dein Geschleppe. War’s umsonst? –
Du quetschst dazwischen Dich und sonnst!
Brennt die Sonn fest auf die Haut
ist’s fatal, wenn wer dann schaut
rot prangt Schulter, rot das Knie
und man schwört: nein, nie mehr, nie!
Die Strände sind ein wichtiger Teil der Meere und aller Gewässer, ein Lebensraum vieler Arten von Pflanzen und Tieren. Damit ein Strand seine Funktionen erfüllen kann, braucht er viel Raum zur Entfaltung, vor allem am Meer. Die üblichen Badestrände sind bis weit hinter die Wasserlinie planiert, Dünen wurden hierfür abgetragen, der Boden mit herbeigekarrtem Sand oder Kies bedeckt, das «störende» natürliche Strandleben durch den Strandbetrieb des industrialisierten Tourismus ersetzt. Entlang der begehrten Badeküsten des Mittelmeers gibt es kaum mehr naturbelassenen Strand. [1]-[4]
Zuerst publiziert am Weltmeerestag vom 08.06.2014 auf Facebook
[1] Billo: «Sie würden den Strand betonieren, wenn sie dürften», Marina Julia, 2023
[2] Billo: «Die Kinder vom Strand», Kinderbuch zum selben Thema, 2023
[3] Jill Oestreich: «Coastal conservation and tourism – an Introductory Guide», fair-fish, 2019
[4] Marina Rätz: «Mallorcas Strände zwischen Touristenandrang und Umweltschutz», fair-fish, 2023
Einige Reaktionen auf Facebook (2014):
Björn: Meist zu wenig Strand für viel zu viele Menschen, schlichten sie sich nebeneinand. Jeder neben jeden und auch aufeinander sollen sie liegen, sich im Takt der Wellen wiegen, bis sich all die Liegen gar darunter biegen.
Kat: Billo am Strand der Dichter und Denker… – die Sonne holt das Beste aus euch raus – Respekt!
Sebastian: Neckermann macht’s möglich…
Billo: Neckermann liefert weiter südlich ab; dies hier ist home made.
Suzanne: Wenn ich das so sehe, neide ich gar nicht – jene, die jetzt dort am Meer sind…
Reaktionen auf Facebook (2026):
Irmy: Die Vielfalt in der Marina Julia bietet weitaus mehr, als diese Sonntags-Bilder suggerieren. Ein kleines Stück Richtung Staranzano und du hast ganz naturbelassenen Strand. Ein wenig in die andere Richtung und es gibt selbst zu Spitzenzeiten (Wochenende, Tourizeiten) kleine Plätze zwischen Sand und Gebüsch.Der Steg ist eine tolle Neuerung und an Bars ist für jeden Gusto was dabei.Montags wie heut fast niemand im Bereich der Surfbar. Bei 30 Grad & Saison. Fische überall im flachen Wasser.So falsch machen die das nicht in der Marina.
Billo: Na ja, der benachbarte Strand von Staranzano ist nur deshalb «naturbelassen», weil die Gemeinde vergeblich nach Konzessionären für einen «richtigen» Strandbetrieb gesucht hat; aber was nicht ist, kann ja noch werden… Die strammrechte Gemeinderegierung von Monfalcone hat übrigens der halblinks regierten von Staranzano auch schon mal angeboten, sie würden eigenhändig dort für Betrieb sorgen; aber solchen Betrieb haben die Kollegen von Staranzano abgelehnt; hat natürlich auch mit Politik zu tun…
Irmy: Najo, Billo. Für mich passt hier. Und wenn der Strand in der Marina Julia das Problem der heutigen Zeit wär, sag ich danke.
Billo: Eines von vielen entlang des Mittelmeers…

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