Die Tierschutzkommission der britischen Regierung verlangt einen besseren gesetzlichen Schutz von Fischen während des Schlachtprozesses, dem jährlich 77 Millionen Fische in der Aquakultur zugeführt werden, vor allem Lachse in schottischen Zuchten. Nur Hühner müssen in Grossbritannien in noch grössere Zahl dran glauben.
In the post ‚Is there animal welfare for shrimps?‘ of 05.08.2023 [1] I mentioned that there are a few ’shrimp farmers who really try hard to do the best, also for the animals‘. I have known the company SwissShrimp.ch since its beginnings; if farming shrimps at all, then like this, I have already been quoted as saying.
A study [1] published in 2022 concludes that ’still little is known about some key parameters related to the five welfare dimensions, as they might be applied to penaeid shrimp‘ — in stark contrast to the knowledge on nutritional needs, stress physiology, immunology and disease control in shrimp farming.
Fischzucht in Uganda (Foto: Mohsen87taha / Wikimedia)
Afrikas Schicksal ist es seit Jahrhunderten, von Ländern und Firmen aus Übersee ausgebeutet zu werden. Auch nach dem offiziellen Ende des Kolonialismus hat sich wenig daran geändert, wie die Geschichte des weltweiten Fischhandels zeigt. Und es deutet vieles darauf hin, dass dies auch so bleiben soll, wenn Afrika im grossen Stil in die Fischzucht einsteigt.
Wegen Erkrankung des Inhabers einer Fischzucht im thurgauischen Balterswil musste das Veterinäramt im November eingreifen. Mangels Zeit und Alternativen wurden Tausende von Fischen geschlachtet und entsorgt. Das weckte Kritik am Handeln des Kantonstierarzts, aber auch Fragen betreffend die Verantwortung von Fischzüchtern und das Fehlen eines Notfallplans.
Jahrelang empfahl der Starkoch und «Fish Fighter» Hugh Fearnley-Whittingstall, die vermeintlich reichlich vorhandenen Makrelen aufs Menü zu setzen – und jetzt muss er im Gegenteil empfehlen, auf Makrelen zu verzichten…
Mit einer Inseratenkampagne ging im Februar 2011 die «Global Alliance Against Industrial Aquaculture» (GAAIA) gegen industrielle Fischzuchten vor. Im Stil der Warnungen auf Zigarettenpackungen machte sie auf gesundheitliche Risiken des Konsums von Zuchtlachs aufmerksam. «Lachszuchten töten rund um den Globus und sollten daher eine Gesundheitswarnung tragen», sagte der schottische Aktivist und GAAIA-Korridinator Don Staniford. Er agitierte bereits seit Jahren gegen die industrielle Lachszucht und hatte sich deswegen auch schon happige Gerichtsverfahren eingehandelt.
Die Inserate wurden mit Spenden aus dem Publikum, von betroffenen Fischern und Indianernationen bezahlt. Als Kampagne gegen eine Industrie, die ihrerseits nicht zimperlich beim Einsatz von Werbemitteln ist. Allein die westkanadische British Columbia Salmon Farmers Association verfügte damals laut Staniford über ein jährliches Werbebudget von 1.5 Mio. Dollar.
Zuerst publiziert am 06.02.2011 auf dem Blog von fair-fish (nicht mehr online), redigiert am 06.02.2026