Die meisten Tierarten haben ihr Leben an einen bestimmten Lebensraum angepasst, und hier sind sie Meister. Menschen dagegen sind Meister in der Anpassung an ganz verschiedene ökologische Nischen anpassen – sind wir deswegen freier?
Bitte erst Ton abstellen! Ausser kitschiger Eso–Musik ist da leider nichts zu hören – und die stört nur beim Nachdenken während des fünfminütigen Films voller schöner wie drolligen Bilder [1].
Nachdenken darüber zum Beispiel, dass Pinguine (wie alle Tiere) sich perfekt in ihre ökologische Nische eingepasst haben, genetisch als Art, kollektiv als Gruppe, Herde, Schwarm und individuell. Tiere können hingegen nicht «aus ihrer Haut»; sie sind nicht nur klimatisch relativ eng gebunden, sondern vor allem auch sozial.
Tiere, die wie etwa Giraffen in Gruppen von höchstens 30 Individuen mit nur ein oder zwei erwachsenen Männchen leben, können nicht plötzlich als Herde von mehreren hundert Tieren leben. Schimpansen, die in Gruppenverbänden unter männlicher Führung leben, können nicht einfach wie die verwandten Bonobos plötzlich eine weibliche Führung haben. Und Fische wie die Forellen, die als Jungtiere in Schwärmen leben, aber als erwachsene Tiere je ihr individuelles Territorium verteidigen, können nicht einfach entscheiden, eine Gesellschaft zu bilden, in welcher alle gemeinsam jagen und teilen.
Wir Menschen aber können das. Wir können heute beschliessen, die Form der Gesellschaft, in der wir leben, zu verändern. Es ist nicht genetisch festgelegt, dass wir, um überhaupt existieren zu dürfen, nicht nur für unseren eigenen Lebensunterhalt, sondern auch für den von Priestern, Feudalherren, Kapitalisten, Parteibonzen und ihrem Herrschaftspersonal arbeiten müssen.
Machen wir was draus!
[1] «LISTEN TO YOUR HEART», Film (5’10“) von Ruedi und Priska Abbühl (Musik von Mike Rowland)
Titelfoto:
Screenshot aus dem Film

